Essen gehen in London erster Teil

In London vegetarisch essen gehen. Teil 1

Schon mal in London vegetarisch essen gegangen? Ich kann es nur empfehlen.

Alles fing an mit Chipotle, Mexican Grill.

Chipotle verkauft südamerikanisches Fast-Food also Taccos, Burritos und so. In großem Stil gibt es das bisher noch nicht in Deutschland, es gibt aber Läden wie hier und hier. Das Besonderes an Chipotle ist,  dass es auf glückliche Tiere und Gemüse aus biologischem Anbau schwört.

Eine Chipotle-Filiale gab es in Frankfurt und ich wollte hin. Bevor ich aber die Chance dazu hatte, wurde sie wieder geschlossen. Laut einigen Rezensionen auf Google war das Angebot zu teuer für Fast-Food. Wer bezahlt in der Mittagspause schon 15 Euro für einen Burrito mit Getränk, wenn er eine Pizza Margherita ab 5 Euro haben kann.

Bei dieser Rechnung wird jedoch nicht bedacht, dass die Zutaten bei Chipotle qualitaitv hochwertiger sind als die im Discounter gekauften Lebensmittel, mit denen viele Läden kochen. Nur so lassen sich die Speisen zu niedrigen Preisen anbieten.

Und weil ich aber noch immer Lust hatte etwas im Chipotle zu essen, fuhr ich also nach London und aß neben Fast-Food auch in wunderbaren Restaurants.

In London essen gehen – Station 1: Shake Shack

Shake Shack bietet klassisches Fast-Food an und  ist dieses Jahr an die Börse gegangen, während McDonalds seine Kunden verliert. Das Schnellrestaurant verkauft Burger, die mit weiteren Zutaten ergänzt werden können, dazu gibt es  gute Fritten und erfrischende Limonade.

Zu den Fritten gab es auf Wunsch Käse-Sauce und an der Servietten-Theke so viel Ketchup und Majo, wie man wollte. Die Limo war süß und sauer, so dass man nach dem Trinken tatsächlich nicht mehr durstig war. Gut fand ich auch, dass sie keine Kohlensäure hatte! (kalte Getränke + Kohlensäure = Schluckauf)

Das eigentliche Hightlight aber war die Bulette auf dem vegetarischen Burger: Ein gefüllter, panierter und fritierter Portobello-Pliz. Die mauen Gemüsefrikadellen von der Konkurrenz können bei so einem Angebot definitiv nicht mithalten.

In London essen gehen – Station 2: Nopi (Y. Ottolenghi-Restaurant)

Noch fehlt mir sein zweites vegetarisches Kochbuch im Regal, aber immerhin war ich schon in einem seiner Restaurants essen, nämlich im Nopi. Die Rede ist von Yotam Ottolenghi, einem britischen Star-Koch/TV-Koch.

Wir hatten über das Online-Formular auf der Homepage einen Tisch reserviert.  Sitzen und essen kann man entweder im Keller oder oben im Restaurant. Oben ist es schick,  hauptsächlich in weiß gehalten, aber nicht steif. Dennoch ein guter Tipp, für alle die, die in London fein essen gehen möchten.

Im Keller wiederum ist es noch einen Ticken entspannter. Die Gäste sitzen gemeinsam an zwei großen Tischen, im Rücken Regale mit Linsen und eingelegten Zitronen. Während weiter hinten im Raum gekocht wird. Eine gute Entscheidung, wenn man mit  Einheimischen in Kontakt treten will. Unsere Nebensitzer waren ebenfalls Ottolenghi-Fans.

Und wie war das Essen? Mein Mann aß als Hauptgericht ein vegetarisches Linsengericht. Ich entschied mich für Fisch mit Pesto und Brokkoli als Beilage. Was mein Mann kommentierte mit:“ Da hast du dir ja die langweiligste Beilage ausgesucht, die es auf der Karte gab.“

Definitiv nicht! Alles war wirklich lecker, aber meine Beilage, vielleicht weil es nur eine Beilage war, hat beeindruckt. Bissfester Brokkoli, mit rauchig saftiger Zuchini, Spinat und einem angenehm sauren Dressing (?). Hat auch meinem Mann geschmeckt. An alle Köche dieser Welt: Es geht tatsächlich besser als fades Gemüse in Catering-Pfannen!

Beeindruckend war zum Schluss auch die Rechnung. Aber es war alles lecker, wir essen schließlich in London und ich würde es wieder tun.

In London essen gehen – Station 3: Jamie Olivers Recipease

Ich besitze kein Jamie Oliver Kochbuch. Erinnern kann ich mich aber noch an die ersten Kochsendungen mit ihm im deutschen Fernsehen. Die Synchronstimme fand ich ganz schrecklich, so dass ich zu dieser Person keine Beziehung aufbauen konnte.

Dennoch wollte ich mir eines seiner Restaurants in London anschauen. Wir waren im Recipease in Notting Hill. Voll war es. Aber auch irgendwie aufregend?

Notting Hill Straße

Ich bin ein Fan von Multifunktionsräumen. So aß ich gerne in meiner Studienzeit bei einem Asiaten in einem Shopping-Center, der auf kleinem Raum asiatische Lebensmittel verkaufte und noch drei Tische mittendrin aufgestellt hatte. Das war ein bisschen wie Markt.

So war es auch bei Jamie Oliver. Im Erdgeschoss Verkaufsfläche und Küche. Im ersten Stock Restaurant mit Event-Küche. Den Teilnehmern konnte man also dabei zusehen, wie sie erst dem Koch lauschen und sich danach im Kochen üben. Fand ich gut.

Zu essen gab es Tortilla mit Gemüse und für mich einen Cappucchino. Zu viele Sandwiches aus dem Supermarkt hatten mir ein bisschen den Appetit verdorben. Aber ich mag die britischen Klappbrote ganz gerne und es gibt auch eine Auswahl an vegetarischen Varianten.

Sandwich

Im zweiten Teil besuchten wir dann endlich das Chipotle. Und wir haben eine etwas günstigere Alternative zum Nopi gefunden. Auch dort kann man prima orientlisch und auch vegetarisch in London essen gehen. Nur eben nicht ganz so teuer.

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