Ofengemüse mit Dip

Ofengemüse, also Gemüse aus dem Ofen

Die Sonne brennt, während der Gartenarbeit und abends gibt es Ofengemüse. Ernten ist für mich wie Geburtstag: Geschenke, Geschenke. Und obwohl es im Moment viel zu heiß ist, über den Sommer freue ich mich trotzdem. Der Acker ist jetzt grün, lebhaft und es gibt viel zu ernten: Erbsen, Zucchini und Fenchel. Das ruft nach einem Rezept mit Gemüse. Ofengemüse!

Kohlrabi ernten für Ofengemüse

Stadtkind bleibt Stadtkind

Auch Möhrchen habe ich bereits zum Teil aus der Erde geholt, um die Reihen auszudünnen. Und dabei erinnerte ich mich mit Graus an letztes Jahr. Das Gemüse stand zwar nicht zu eng, aber die Möhren waren trotzdem kaum aus der Erde zu ziehen. War die Erde zu trocken? Ich zu dämlich? Jedenfalls sind mir viele Möhren in der Mitte gebrochen. In der Hocke riss ich irgendwann wütend daran herum, um mich im nächsten Moment auf dem Acker zu kugeln. Die Möhre hatte nachgegeben. Mein heftiges Reißen hatte keinen Widerstand mehr und ich fiel nach hinten um.

Alte Sorten – Die Gartenmelde

Auch ein dickes Kohlräbchen gehört zu meiner Ernte. Bald können auch Bohnen geerntet werden und die Kürbisse werden immer dicker. Mangold gibt es das ganze Jahr über. Ein Experiment war dieses Jahr die Gartenmelde: Ein eine alte Sorte, ein Blattgemüse. Es gibt sie in Rot, Gelb und in Rot-Weiß gestreift. Die Pflanze wird etwa einen Meter hoch, während links und rechts Blätter wachsen. Im Geschmack erinnert sie an Spinat, ist aber ein wenig säuerlicher. Und sie erinnert an Rote Bete, denn die Melde färbt alles Pink.

Kartoffeln vs. Kartoffelkäfer

Ein bisschen Sorge macht das heiße Wetter. Der Salat verträgt die Hitze überhaupt nicht. Die Blätter sind ganz schlapp und  ein Teil ist auch schon geschossen. Wir sind mit dem Essen nicht hinterher gekommen. Bei den Knollen, Kohlrabi und rote Bete, besteht die Sorge, dass das Gemüse holzig wird? Ich weiß es nicht so recht, aber ich ernte da lieber ein bisschen früher und gieße viel. Außerdem müssen gerade Kartoffelkäfer gesammelt und nach belieben auch gleich vor Ort vernichtet werden. Es sind aber nicht so viele wie bei dem milden Winter erwartet.Kartoffelkäfer

Wer lang genug auf den Käfer starrt, erkennt ein Gesicht!

Ofengemüse – ganz frisch

Bei so reicher Ernte gibt es abends Ofengemüse mit Dip und Weißbrot. Eines meiner liebsten vegetarischen Gerichte, weil das Rezept so minimalistisch ist. Das Gemüse schmeckt für sich selbst, sieht toll aus und macht satt. ofgengemüse vegetarisch mit dip

ofengemüse vegetarisch
[recipe title=“Gemüse im Ofen, also Ofengemüse“ time=“mind. 60 Minuten“ difficulty=“einfach“]

Zutaten:

    • Gemüse nach Wahl; hier: Fenchel, Möhrchen, Rote Bete, Kartoffeln, Lauch, Tomaten, Gemüsezwiebel, Zucchini
    • circa 200ml Öl
    • Rosmarin (getrocknet)
    • Thymian (getrocknet)
    • 2 Knoblauchzehen

Dip:

    • 2-3 EL Ziegenkäse
    • 1-2 EL Aioli

Vinaigrette:

    • 6 EL Öl
    • 2 EL Dijonsenf
    • 2 EL Honig
    • 3 EL Essig

Außerdem:

  • Weißbrot
  • Für die rote Bete empfehle ich eine eigene feuerfeste Form, sonst verfärbt sich das ganze Ofengemüse. Ohne rote Bete genügt eine Form mit Rand oder ein Backblech mit Backpapier für alles.

Kochen:

  1. Ofen auf 190° Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Zunächst das Gemüse vorbereiten: Kartoffeln und rote Bete waschen, putzen und schälen. Im Anschluss in Spalten schneiden. Gemüse getrennt in je eine Form legen.
  3. Kartoffeln und rote Bete mit einem Teil des Öls übergießen. Mit Thymian, Rosmarin, Salz und Pfeffer würzen. Eine gepresste Knoblauchzehen dazugeben und alles gut mischen.
  4. Beide Formen in den Backofen schieben und bei gleicher Temperatur für 20 Minuten backen.
  5. Jetzt restliches Gemüse, waschen und putzen: Die Gemüsezwiebel und Tomaten in Spalten schneiden. Möhrchen und Lauch längs halbieren. Zucchini und Fenchel in ein Zentimeter dicke Scheiben schneiden.
  6. Nach 20 Minunten Zwiebeln, Fenchel, Möhrchen und Zucchini zu den Kartoffeln geben. Gegebenenfalls etwas nachwürzen und Öl dazugeben. Dann das Ofengemüse für weitere 20 Minunten backen.
  7. Für die Vinaigrette Öl mit Senf, Honig, Essig und Salz, Pfeffer mischen.
  8. Nach erneut 20 Minuten Tomaten und Lauch zu den Kartoffeln geben. Im Anschluss für weitere 15 Minuten im Ofen lassen.
  9. Jetzt für den Dip Ziegenkäse mit Aioli miteinander vermischen.
  10. Gemüse aus dem Backofen nehmen und sofort die Vianigrette darüber gießen.
  11. Das Ofengemüse mit Dip und Weißbrot servieren.

[/recipe]

Ofengemüse abgekürzt

Um das Ofengemüse etwas schneller zu garen, gibt es auch eine Abkürzung. Zu etwa ein Kilogramm Gemüse 150ml Gemüsebrühe oder Weißwein gießen. Im Anschluss alles für etwa 30 Minunten im Ofen backen. Die Garzeit hat sich damit halbiert. Warum ich die längere Version ohne Brühe bevorzuge, weiß ich nicht. Ob ich den Unterschied schmecken würde? Unwahrscheinlich.Rezept für Ofengemüse

Variationen

Sonst lässt das Gericht größtmögliche Freiheiten: Gemüse, Dip und Vinaigrette unterliegen dem eigenen Geschmack. Auch die Gewürze können variiert werden. Der Dip lässt sich gut durch einen Becher saure Sahne ersetzen. Unbedingt etwas dazu essen außer Brot und Dip muss ich nicht. Wem Gemüse aber etwas zu einseitig ist, entscheidet sich als Vegetarier für Halloumi. Eine Lammkeule ist eine weitere Alternative. Ein weiteres Plus: Das Rezept für Ofengemüse ist super für Gäste. Es ist so einfach, das höchstens das Gemüse im Ofen verkohlen könnte.

Merken

Merken

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.