Polnische Kartoffelpuffer mit Knobi und Zucker

Polnische Kartoffelpuffer, Placki mit Knobi und Zucker | eightfingerfood

Kartoffelpuffer gibt es vermutlich auf der ganzen Welt in irgendeiner Art und Weise. Sie heiße Kartoffelpuffer, Rösti oder Latkes und unterscheiden sich alle in ihrer Zubereitungsweise, aber sie alle eint, dass eine Kartoffelmasse in Fett ausgebacken wird.

Mit Knobi und Zucker

In Polen werden Placki (sprich Pazki) gerne mit Zucker gegessen. Bei meinen Eltern reibt man die Kartoffelpfannkuchen als Erwachsener mit einer halbierten Knobi-Zehe ein. Reibekuchen mit Apfelmus zu essen, ist unüblich. Auch sehr polnisch für mein Empfinden ist die Kombination mit Pilzen.

Wenig Zeit?!

Entscheidend für leckere Reibekuchen ist natürlich die Knusprigkeit. Sie werden daher gerne in reichlich Öl ausgebacken. Jetzt ist es so, dass ich keine Dunstabzugshaube habe, aber wahrscheinlich auch in anderen Haushalten riecht es am nächsten Tag noch nach dem letzten Mittagessen.

Deswegen sind die Placki aus dem Ofen für mich die bessere Alternative. Die Kartoffelmasse ist je nach Menge der Kartoffeln schnell gemacht und dann backen die Kuchen auf einem Blech im Backofen aus. Das Stehen und Backen am Herd entfällt. In der Zeit lässt sich ein Salat oder noch eine weitere Beilage zubereiten.

Wer es übrigens extem schnell haben will, macht statt mehreren kleinen Kartoffelhäufchen einfach einen großen Placek.

Polnische Kartoffelpuffer mit Knobi und Zucker

Kartoffelpuffer aus dem Backofen mit Knobi und Zucker
Koch-/Backzeit 30 Minuten
Gesamte Zeit 30 Minuten

Zutaten

  • 250 g Kartoffeln
  • 1 Stück Zwiebel, klein
  • 1 1/2 Esslöffel Haferflocken
  • 1 Prise Pfeffer
  • 1 Prise Salz
  • 4 EL Öl
  • 2 Stück Knobizehe

Zubereitung

  • Backofen vorheizen auf 220°C.
  • Kartoffeln schälen und auf einer Küchenreibe grob in eine Schüssel reiben.
  • Zwiebel schälen und auf derselben Küchenreibe grob in die Schüssel reiben.
  • Haferflocken zur Kartoffelmasse geben.
  • Ein Ei zur Kartoffelmasse geben.
  • Mit Salz und Pfeffer würzen und alle Zutaten verrühren.
  • Backpapier auf ein umgedrehtes Backbleck legen und mit dem Öl einpinseln.
  • Mit einem Esslöffel vier runde Kreise aus der Kartoffelmasse formen und in den Backofen schieben.
  • Im Backofen für 15 Minuten backen oder bis die Placki schön goldbraun sind.
  • Kartoffelpuffer aus dem Ofen nehmen und mit einer halbierten Knobizehe einreiben.

Video

Tipps für knusprige Kartoffelpuffer aus dem Ofen

Es gibt einen Haufen an Tipps und Tricks für knusprige Kartoffelpuffer. Diese hier befolge ich.

Welche Kartoffelsorte?

Achte auf die Sorte der Kartoffeln. Je mehr Stärke in der Kartoffel ist, desto knuspriger können die Reibekuchen werden. Deswegen empfehlen sich mehligkochende Kartoffeln im Gegensatz zu festkochenden. Das gleiche gilt übrigens für meine knusprigen Ofenkartoffeln.

Knusprige Zutaten

Es gibt auch die Möglichkeit den Teig noch etwas knuspriger zu machen. Du kannst etwas Haferflocken hinzuzufügen oder auch etwas Paniermehl. Das nächste Mal werde ich es einmal mit Kornflakes versuchen, die ich vorher aber zu einem feinen Pulver mahlen werde.

Du kannst auch die kartoffeleigene Stärke, die im Kartoffelwasser, das beim Reiben entsteht, schwimmt, wieder der Kartoffelmasse hinzufügen. Das funktioniert aber eben nur, wenn die Kartoffeln noch viel Wasser haben. Lies dazu den nächsten Absatz.

Muss man die Kartoffeln ausdrücken?

In vielen Rezepten wird empfohlen das Wasser aus den geriebenen Kartoffeln zu drücken. Ob das notwendig ist, liegt jedoch meiner Meinung nach an der Saison. Lokale Kartoffeln gibt es im Frühjahr nur noch aus der Lagerung zu kaufe. Sie haben wenig Wasser gespeichert im Vergleich zu frischen Kartoffeln, die es wieder ab Juni gibt.

Nimmst du frische Kartoffeln, die z.B. aus Ägypten importiert wurden, ist da tendenziell auch mehr Wasser drin – behaupte ich jetzt mal.

Und ja, es macht auch einen Unterschied wie fein die Kartoffel gerieben wird. Da ich es aber meistens eilig habe, reibe ich meine Kartoffeln grob, was eben schneller geht.

Das Blech und die Hitze im Ofen

Irgendwo im Internet steht die Empfehlung: Wenn du keinen Pizzastein hast, kannst du dein Blech einfach umdrehen kannst, um den gleichen Effekt zu erzielen. Das mache ich für meine Kartoffelpfannkuchen aus dem Ofen auch. Ich drehe das Blech um, weil in irgendeinem meiner Kochbücher auch steht, dass dieser Rand ebenfalls einen Einfluss auf das Backgut hat, das da auf dem Backblech liegt. Ich meine irgendwas mit Luftstau?! Sobald ich es wieder gefunden habe, werde ich es nachtragen.

Außerdem heize ich den Ofen wirlich heiß vor – so auf 220°C und schiebe die Pfannkuchen in das obere Drittel des Backofens. Von oben kommt nämlich die Hitze. Da ist es also schön heiß.

Außerdem kannst du das Blech bereits während des Vorheizens im Ofen lassen, damit es sich mit aufheizt und nicht erst das Blech noch heiß werden muss, sobald es in den Backofen geschoben wurde. Das mache ich wiederum nicht, sondern nutze die Unterhitze inklusive Umluft.

Kartoffelpuffer eine Wissenschaft für sich

Placki, Kartoffelpuffer, Reibekuchen, Rösti und Latkes. Es überrascht mich am Ende des Artikels doch etwas, wie viel Wissen in einem solchen einfachen Rezept steckt. Was sind deine Tipps für perfekte Placki und wozu kombinierst du sie am liebsten? Schreib es mir in die Kommentare!

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